von Konstatin Wecker
Habe es grad in einer Version mit Hannes Wader gehört.
Ein wunderschönes Liebeslied, vergiss für den Moment den ganzen zähen Kleber aus Gedanken, alten Gefühlen und Ängsten. Lass Dich treiben, lebe und liebe.
Komm, mein Lieb, wir lassen uns
den Fluß hinuntertreiben,
keiner weiß, wohin das Ganze führt.
Ganz egal, wie wir hernach zusammen bleiben,
Hauptsache, wir haben uns gespürt.
Was für ein Gefühl,
tiefer als das Meer,
doch wie tief ist das Meer?
Komm, mein Lieb, wir lassen uns
den Fluß hinuntertreiben,
tun mal wieder so, wie's früher war.
Wellen schlagen sanft, und aus den Wiesen steigen,
sagt man, weiße Nebel, wunderbar.
Was für ein Gefühl,
tiefer als das Meer,
doch wie tief ist das Meer?
Komm, mein Lieb, wir lassen uns
den Fluß hinuntertreiben,
legen alles ab, was uns beengt.
Was für eine Fahrt! Die Erde dampft,
die Trommeln schweigen,
nur noch dieses Wollen, das uns drängt.
Was für ein Gefühl,
tiefer als das Meer,
doch wie tief ist das Meer?
Komm, mein Lieb, wir lassen uns
den Fluß hinuntertreiben,
laß uns schrecklich unvernünftig sein,
und anstatt uns an den Ängsten
endlich aufzureiben,
dringen wir unendlich in uns ein.
Was für ein Gefühl,
tiefer als das Meer,
doch wie tief ist das Meer?
Liebeslied im alten Stil - Konstatin Wecker in Erfurt
Dienstag, 15. April 2014
Montag, 14. April 2014
Das Gewicht der Dinge
Wir ziehen um. Seit Jahren trage ich mein und unser gelebtes Leben vom Boden herunter. Das meiste werfe ich weg, weil es nicht mehr zu verwerten ist. Angefangen habe ich mit meinem Leben als Architekt und Fotograf. Das waren allein Tonnen von Papier, keine Ahnung, wie wir das alles auf den Boden bekommen haben. Alte Modelle, Unmengen Bücher, Zeitschriften, Akten, Gesetze usw. Dieses Jahr war sogar die Aufhebefrist für die Steuerunterlagen vorbei und auch das Papier ging den Weg des Recyclings.
Seit einem Jahr sind wir dabei unser Leben als Cafebetreiber vom Boden zu tragen. Hier sind wirklich viele brauchbare Dinge angehäuft. Aber es gibt wenige Abnehmer für Tassen und Teller, Besteck, Küchenutensilien usw. usw., die Menschen sind, scheints, gut ausgestattet oder kaufen lieber neu.
Und dann sind da noch die Dinge, die sich ohnehin in 25 Jahren Haushaltsführung ansammeln, die noch immer praktisch, aber seit einem sehr sehr langen Moment nicht gebraucht werden.
In mir ist der große Drang alles "in die Tonne zu kloppen". Es ist weniger das Gefühl, ich könnte es noch gebrauchen, irgendwann, als der Respekt vor den Dingen, vor Arbeit, Energie, dass ich es einfach nicht übers Herz bringe, die Tonne aufzumachen und alles wegzuwerfen.
Was also anfangen mit den angehäuften Dingen?
Ich fühle ihr Gewicht und dieses Gewicht wird allmählig zur Last. Ich werde noch einmal versuchen, Interessenten zu finden. Wenn das nicht fruchtet, gehen die Dinge wieder in den Kreislauf. Vielleicht wird dann aus hunderten Schrauben ein Fahrrad (Davon kann man in Halle nicht genug haben, soviel wie die Drahtesel geklaut werden. ;) ). Und ich fahre eines Tages auf meinen alten Schrauben durch die Lande.
Aber vielleicht bin ich ja dann auch schon den Rundlauf der Dinge gegangen und sitze als Martha auf dem Fahrrad.
Seit einem Jahr sind wir dabei unser Leben als Cafebetreiber vom Boden zu tragen. Hier sind wirklich viele brauchbare Dinge angehäuft. Aber es gibt wenige Abnehmer für Tassen und Teller, Besteck, Küchenutensilien usw. usw., die Menschen sind, scheints, gut ausgestattet oder kaufen lieber neu.
Und dann sind da noch die Dinge, die sich ohnehin in 25 Jahren Haushaltsführung ansammeln, die noch immer praktisch, aber seit einem sehr sehr langen Moment nicht gebraucht werden.
In mir ist der große Drang alles "in die Tonne zu kloppen". Es ist weniger das Gefühl, ich könnte es noch gebrauchen, irgendwann, als der Respekt vor den Dingen, vor Arbeit, Energie, dass ich es einfach nicht übers Herz bringe, die Tonne aufzumachen und alles wegzuwerfen.
Was also anfangen mit den angehäuften Dingen?
Ich fühle ihr Gewicht und dieses Gewicht wird allmählig zur Last. Ich werde noch einmal versuchen, Interessenten zu finden. Wenn das nicht fruchtet, gehen die Dinge wieder in den Kreislauf. Vielleicht wird dann aus hunderten Schrauben ein Fahrrad (Davon kann man in Halle nicht genug haben, soviel wie die Drahtesel geklaut werden. ;) ). Und ich fahre eines Tages auf meinen alten Schrauben durch die Lande.
Aber vielleicht bin ich ja dann auch schon den Rundlauf der Dinge gegangen und sitze als Martha auf dem Fahrrad.
Mittwoch, 9. April 2014
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