Mittwoch, 19. Juni 2013

Wut

In meinem Umfeld hatte ich letzte Woche einen heftigen Zwischenfall. Es ging um eine Lebenssituation, die demjenigen den Boden unter den Füßen weggezogen hat, um Haltlosigkeit, um Verletzsein, um Wut. Schiere Wut, die sich in Handgreiflichkeiten und Gewalt ihr Ventil gesucht hat. 
Es wäre leicht, an dieser Stelle zu verurteilen. Wir sind sehr schnell mit den Worten Schuld und Recht. Das Leben hat viele Seiten und alle sind richtig und wichtig.

An dem Zwischenfall waren ein paar Menschen beteiligt, obwohl es im Grunde nur zwei Menschen betraf, was von außen betrachtet, hätte Zufall sein können. Wenn ich aber alle Aktionen und Reaktionen der einzelnen Menschen betrachte, wie in jedem der eigene Kosmos ins Schwingen gebracht wurde, was es in jedem ausgelöst oder freigelegt hat, ist auch hier nichts Zufall. 
Jeder nimmt etwas für sich mit. Vielleicht hat es gerade diese Heftigkeit gebraucht, um etwas in Gang zu setzen.

Im letzten Newsletter (Mitte Juni 2013) von Robert Betz waren ein paar wichtige Gedanken zum Thema Wut oder Ärger. Ich habe die Punkte einfach mal angehangen und möchte auch auf das Abendseminar am 20.06.2013 20.15 Uhr zu diesem Thema hinweisen.

Hier ist der link dazu :  

live-Abendseminar Robert Betz      (kostenlos)



  • Alle Menschen, über die wir uns ärgern oder an denen wir uns reiben, können für uns Wegweiser zum Frieden mit uns selbst sein. Sie gehören zu den wichtigsten Menschen in unserem Leben, die uns auf einen Unfrieden in uns selbst aufmerksam machen.

  • Wenn ein Mensch ein unangenehmes Gefühl wie Ärger oder Wut in uns auslöst, dann war dieses Gefühl schon vorher in uns. Es ist fast immer die Wut des kleinen Kindes in uns. Aber in der Regel verdrängen wir solche Gefühle und erkennen sie nicht als unsere eigene Schöpfung.

  • Wenn wir unsere Verantwortung für dieses Gefühl übernehmen und es als unser Gefühl in Besitz nehmen, indem wir nach innen gehend sagen: „Du bist meine Wut. Ich habe dich einmal erschaffen und lange abgelehnt, dich zu fühlen. Heute bin ich bereit dich mit Liebe zu fühlen“, dann können wir diese Gefühle in uns in Frieden und Freude verwandeln (das geht über verschiedene Meditationen, u.a. mit „Frieden mit deinen ‚Arsch-Engeln‘“).

  • Wir lehnen am Anderen meist etwas ab (Eigenschaften oder Verhaltensweisen), was wir auch an uns selbst ablehnen oder was wir nicht sein wollen.

  • Oft erinnert uns dieser ‚schwierige‘ Mensch an einen Menschen aus unserer Vergangenheit, mit dem wir bis heute noch nicht im Frieden sind (oft sind es Vater, Mutter, Bruder oder Schwester).

  • Jeder wütende Mensch ruft mit seiner Wut nach Liebe. Sobald wir anfangen, uns selbst und unsere Wut zu lieben (indem wir sie als die Wut des Kindes in uns erkennen und dieses Kind lieben lernen), können wir unser Herz für den anderen öffnen und ihm innerlich mit Liebe begegnen (wenn er im Außen für solch eine Begegnung noch nicht offen ist)

  • Die innere Begegnung mit einem Menschen (im Rahmen einer Meditation) ist weit wirkungsvoller, heilsamer und friedensstiftender als der Versuch, mit dem Anderen zu reden. Begegnen wir Partner, Kind, Chef, Kollegen, Kind, Bruder, Vater, Mutter, Schwester etc. im Inneren im Rahmen eines Friedens- und Befreiungsrituals, spürt der andere dies und er beginnt – oft schon nach kurzer Zeit – sich anders uns gegenüber zu verhalten, weil sich unsere Ausstrahlung, unser Resonanzfeld, geändert hat.
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