Samstag, 10. September 2011

Führung

Letztes Wochenende war ich nach einer Familienaufstellung im Kloster Gerode ziemlich verwirrt.
Als ich nach dem Abschluss aus dem Kloster Cafe ging, waren unglaublich viele Gedanken, die sich für mich schrecklich nach Ablenkung anfühlten. Davor die ganzen Gespräche mit den Teilnehmern unserer Aufstellungsrunde, ich habe viel zu viel geredet. Ich habe gespührt, wie es mich vom Thema ablenken will. 
So ging ich nicht zum Auto, sondern hoch zum Wald, vorbei an den Klostermauern in die Natur. Da finde ich meistens Ruhe und Weg. Ich suchte eine Stelle, unweit des "Brockenblicks", die bereit für mich war. Ich meditierte und kam doch nicht zur Ruhe. 
Also übergab ich mich der Führung des Universums. 
Zuerst wurde ich auf den Weg zurück zum Kloster geführt, dann 180 ° Wende auf den kleinen Rundweg entlang des Waldes. Ich wurde ruhig, keine Gedanken mehr. 
Nach einer Weile muste ich verharren, mich zur Seite drehen und blickte zu einem Baum, eine Buche mit kräftigem, stolzen Fuß, ich wurde zum Baum geführt, stellte mich vor ihn und schaute auf seinen Stamm, ich musste meinen Blick senken, bis ich auf meine Füße sah. 
Erst war ich irritiert, vermutete den Goldschatz, führte vorsichtig meine Hand in die lockere Erde und was fand ich, zarte Wurzeln. Ein Sinnbild für das Ergebnis meiner Familienaufstellung.
Ich habe gelacht und mich beim Baum bedankt.
Das Nächste hätte gut in einen komischen Film gepasst. Ich stand wieder auf dem Weg. Geführt werden sollte ich durch Brennesseln über den Acker Richtung Kloster. 

Das wollte mein Verstand nicht zulassen, so ging ich den Weg in die eine Richtung, merkte das stimmt nicht, dann in die andere und das mit dem gleichen Ergebnis, so pendelte ich ein paar Mal irritiert auf dem Weg hin und her und musste über mich selbst lachen. Ich sah ein und marschierte durch die Nesseln über den Acker. Jetzt war ich gespant, was passieren würde, Kloster oder was? Schnurstraks zum Auto und auf direktem Weg nach Hause.

Es ist ein gutes Gefühl, zu vertrauen, der Führung und vor allem sich selbst. 
   

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